Dieses Mal ging es in Assetto Corsa Competizione mit der Couch Masters-Liga auf die wohl anspruchsvollste Strecke überhaupt: die Nürburgring Nordschleife. Für mich war es ein ganz besonderes Rennen, denn ich war dort zum ersten Mal überhaupt unterwegs – und das direkt unter Ligabedingungen. Zudem streamte ich das erste mal ein Rennen.

Da ich mich relativ spät angemeldet hatte, fehlte mir zunächst noch die erforderliche Drivercard. Also musste ich vor dem Rennen erst mein fahrerisches Können unter Beweis stellen, um für die Liga zugelassen zu werden. Bei meinem jetzigen Teamkollegen Oliver Hudek absolvierte ich die Driver-Lizenz. Dabei ging es nicht um schnelle Rundenzeiten, sondern vor allem um sicheres, kontrolliertes Fahren und darum, die Strecke respektvoll zu beherrschen.

Nach dem Erhalt der Lizenz nutzte ich jede freie Minute, um die Nordschleife zumindest ansatzweise kennenzulernen. Doch bei dieser enormen Anzahl an Kurven war schnell klar: In zwei Tagen lernt man diese Strecke nicht bis ins kleinste Detail. Mein Ziel war deshalb eindeutig: überleben, das Auto ins Ziel bringen und das Rennen nicht komplett zerstört beenden.

Gestartet bin ich von Position 36. Direkt zu Beginn konnte ich überraschend gut mithalten und mich bis zum Ende der Grand-Prix-Strecke auf Platz 27 nach vorne arbeiten. Danach wurde es richtig intensiv. Um mich herum fuhren deutlich erfahrenere Piloten, die die Nordschleife wesentlich besser kannten. Der Puls war hoch, die Hände wurden feucht, und jeder Bremspunkt musste sitzen.

Es dauerte nicht lange, bis ich einige Positionen wieder verlor und auf Platz 30 zurückfiel. Im weiteren Rennverlauf kamen mehrere Dreher und leider auch einige Beschädigungen am Fahrzeug dazu. Insgesamt musste ich zweimal an die Box, um das Auto überhaupt weiterfahren zu können.

Am Ende überquerte ich die Ziellinie auf Platz 21 von 39. Für eine Strecke, die ich erst zwei Tage zuvor zum ersten Mal gefahren bin, war das für mich ein richtig gutes Ergebnis. Die Nordschleife hat mir alles abverlangt – aber ich habe überlebt, viel gelernt und das Auto ins Ziel gebracht.