An diesem Wochenende ging es für mich in der Couch Masters-Liga nach Oulton Park – eine Strecke, die mir leider alles andere als liegt. Trotz rund 30 Stunden Vorbereitung wollten die Rundenzeiten einfach nicht passen, und so ging es im Rennen von Beginn an eher um Schadensbegrenzung als um große Platzierungen.
Dabei war der Rennverlauf alles andere als einfach. Neben den eigenen Problemen kamen auch einige Rempler dazu, die das Rennen zusätzlich erschwerten. Besonders bitter wurde es, als ich in der 20. Runde über die Curbs kam, mich drehte und anschließend hart in die Leitplanke einschlug. Der Schaden war so groß, dass ich direkt an die Box musste. Zu diesem Zeitpunkt lag ich noch auf Platz 15 – nach der Reparatur fiel ich jedoch bis ans Ende des Feldes auf Platz 23 von 23 zurück.
Doch ganz aufgegeben wurde natürlich nicht. Vor mir lag Jeffrey Marx auf Platz 22, mit rund zehn Sekunden Vorsprung. Nach einem Dreher seinerseits konnte ich wieder aufschließen, und plötzlich entwickelte sich in den letzten Runden ein richtig spannender Zweikampf um den vorletzten Platz.
In der vorletzten Runde, kurz nach Start und Ziel, kam Marx leicht ins Übersteuern und verlor entscheidend Geschwindigkeit. Das war meine letzte Chance – ich setzte mich daneben, zog vorbei und musste die letzte Runde nur noch sauber und sicher nach Hause bringen.
Am Ende war es zwar „nur“ der vorletzte Platz, aber nach diesem Rennverlauf fühlte sich genau dieser Moment fast wie ein kleiner Sieg an.


