An diesem Rennwochenende ging es in Assetto Corsa Competizione mit der Couch Masters-Liga auf den legendären Suzuka Circuit. Für mich war diese Strecke komplettes Neuland, denn ich war sie vorher noch nie gefahren. Entsprechend schwierig war die Vorbereitung: keine echten Erfahrungswerte, unbekannte Bremspunkte, ungewohnte Linien – und dann kam auch noch starker Regen dazu.
Schon im Qualifying wurde klar, dass es für mich ein hartes Rennen werden würde. Bei diesen Bedingungen ging es weniger um absolute Pace, sondern vor allem darum, das Auto sicher auf der Strecke zu halten. Am Ende reichte es nur für Startplatz 37 von 39. Mein Ziel war deshalb eindeutig: überleben, sauber bleiben und das Rennen nicht mit einem zerstörten Fahrzeug beenden.
Direkt nach dem Start waren die Sichtbedingungen extrem schlecht. Durch den starken Regen und die Gischt der vorausfahrenden Fahrzeuge konnte man kaum erkennen, was vor einem passierte. Schon in den ersten Kurven rutschten mehrere Autos von der Strecke und landeten auf der Wiese. In dieser Phase hieß es: ruhig bleiben, Abstand halten und keine unnötigen Risiken eingehen.
Noch in der ersten Runde gab es mehrere leichte Berührungen und gefährliche Situationen, denen ich nur durch schnelle Reaktionen ausweichen konnte. Nach Runde eins konnte ich mich immerhin auf Platz 33 von 39 verbessern. Gerade im hinteren Feld merkte man deutlich, dass viele Fahrer mit der nassen Strecke und den schwierigen Bremspunkten zu kämpfen hatten.
Im weiteren Rennverlauf fand ich immer besser in meinen Rhythmus. Bis zur 13. Runde konnte ich mich auf Platz 25 nach vorne arbeiten. Zu diesem Zeitpunkt fuhr ich hinter meinem starken Teamkollegen David Wermelskirchen und versuchte, mich an seinem Tempo zu orientieren.
In Runde 14 wurde es dann noch einmal brenzlig. David hatte eine Berührung mit René Nattkamp und drehte sich. Ich konnte gerade noch ins Kiesbett ausweichen, fuhr über die Wiese zurück auf die Strecke und kam ohne größeren Schaden davon. Dadurch lag ich zwischenzeitlich sogar auf Platz 23.
In Runde 17 absolvierte ich meinen Boxenstopp. Danach ließ die Konzentration spürbar nach, und ich konnte die Position leider nicht halten. Am Ende beendete ich das Rennen auf Platz 28.
Für eine komplett neue Strecke, starken Regen und schwierige Bedingungen war es kein einfaches Rennen – aber ich habe das Auto ins Ziel gebracht, wichtige Erfahrung gesammelt und Suzuka zum ersten Mal unter echten Ligabedingungen überstanden.


