An diesem Wochenende ging es in Assetto Corsa Competizione mit der Couch Masters-Liga auf den legendären Circuit de Spa-Francorchamps. Spa ist für mich eine ganz besondere Strecke: anspruchsvoll, schnell, technisch – und gleichzeitig eine Strecke, auf der sich der Asphalt für mich oft extrem rutschig anfühlt.

Trotzdem war ich vor dem Rennen eigentlich recht optimistisch. Spa war die erste Strecke, die ich in Assetto Corsa gefahren bin, und mittlerweile habe ich dort knapp 100 Stunden Erfahrung gesammelt. Entsprechend groß war die Hoffnung, im Liga-Rennen eine gute Position herauszufahren. Doch das starke Fahrerfeld und meine eigene Nervosität machten mir bereits im Qualifying einen Strich durch die Rechnung. Am Ende reichte es nur für Startplatz 40 von 44 Fahrern.

Als das Rennen begann, war die Anspannung entsprechend hoch. Schon in Eau Rouge kam es zu den ersten Crashes und beschädigten Fahrzeugen. Ich kam zwar noch relativ glimpflich davon, nahm aber dennoch Schaden mit. Nach der langen Geraden wurde es erneut eng: Drei Fahrzeuge gingen three-wide, ich steckte mittendrin und versuchte, sauber durchzukommen. Kurz darauf bekam ich jedoch einen harten Kontakt, verlor die Kontrolle und wurde zusätzlich von hinten getroffen. Der Einschlag war so heftig, dass mein Lenkrad anschließend schief stand.

Besonders bitter: Das alles passierte bereits in der ersten Runde – auf einer Strecke, die ich eigentlich gut kenne. Mit rund 40 Sekunden Schaden war das Auto zwar angeschlagen, aber noch fahrbar. Deshalb entschied ich mich, zunächst draußen zu bleiben und keinen frühen Boxenstopp einzulegen.

Trotz der schwierigen Umstände konnte ich mich bis Runde sechs auf Platz 32 von 43 nach vorne arbeiten. In Runde zwölf absolvierte ich dann meinen Pflichtstopp samt Reparatur. Insgesamt stand ich über eine Minute an der Box, wodurch wieder einige Positionen verloren gingen.

Danach begann die Aufholjagd, doch mit dem beschädigten Rhythmus und dem verlorenen Zeitfenster war nach vorne nicht mehr viel möglich. Am Ende landete ich auf Platz 30. Ein enttäuschendes Ergebnis auf einer Strecke, auf der ich mir deutlich mehr erhofft hatte – aber Spa hat wieder einmal gezeigt, dass Erfahrung allein nicht reicht, wenn Chaos, Schaden und Nervosität zusammenkommen.